Arrived in New Zealand

Mittwoch, 13. November 2013

Kia ora. Hi von der anderen Seite der Welt. :)
Ich fange mal vorne an. Montag, den 4. November 2013, hatten meine liebe Freundin sowie Reisepartnerin Marie und ich seit Anfang des Jahres als den Tag im Kopf, an dem unser großes Abenteuer beginnen sollte. Monatelange Vorbereitung lag an diesem Montag hinter uns. Wir brachen beide mittags von zuhause aus mit dem ICE auf. Ich aus Hannover, Marie aus München. In Frankfurt musste ich in den Zug von Marie umsteigen und so kamen wir zusammen am dortigen Flughafen an. Hat man vielleicht schonmal gehört, ist nicht ganz so klein... So begann die nicht letzte Schnitzeljagd der Reise vom Fernbahnhof zum Terminal von Emirates inklusive Shuttlebus und Regen. Es klappte alles gut, wir hatten noch mehr als genug Aufenthalt am Flughafen und nicht einmal die Drohungen des netten Sicherheitsbeamten, er würde mein Netbook bei Ebay verscherbeln, wenn ich es nun nach Minuten eifrigen Stopfens nicht zurück in mein Handgepäck bekommen würde, bewahrheiteten sich.
Marie und ich haben unsere Reise (Flug und einiges der Vorbereitungen sowie ein paar weitere Leistungen) mit Hilfe der Organisation AIFS gebucht und so trafen wir schon am Flughafen und im Flugzeug einige Leute, die uns dies gleichgetan hatten. Mit einstündiger Verspätung hob unser Flieger um kurz nach 21:00 Uhr schließlich Richtung Dubai ab. Die ersten vier Stunden in der Luft waren ganz okay, die letzten beiden dagegen sehr langweilig. Wir waren aufgeregt. Wir waren müde, konnten aber nicht schlafen. Mitten in der Nacht unserer Zeit kamen wir morgens nach sechs Stunden Flug in Dubai an. Mittlerweile in einer etwas größeren Gruppe startete die nächste Schnitzeljagd nach unserem Gate. Nur hatten wir keine Idee, was unser Gate war, weil es weder auf unserem Flugticket noch auf den Anzeigern stand. Glücklicherweise kam jemand auf die Idee, das Flugticket einzuscannen (falls man das so nennen sollte) und nach gefühlt 20 Kilometern, Shuttle, 3 Fahrstühlen, 10 Rolltreppen, 3 Sicherheitskontrollen und einem Wasserverkäufer kamen wir immernoch dehydriert an unser Gate und hatten den Tiefpunkt unserer Flugreise erreicht. Wir waren so müde und ausgelaugt, dass wir nicht mehr gescheit denken konnten. Wir fielen mehrfach fast vom Stuhl während der vier Stunden Aufenthalt im Wartebereich.
Morgens früh stiegen wir dann in eine A380, das größte Passagierflugzeug, und hoben Richtung Australien ab. Gute 12 Stunden ging es über den indischen Ozean und den australischen Kontinent. Zwei Stunden konnten wir schlafen. Wir hatten die super special Plätze ganz hinten und direkt unter der Klimaanlage. Trotz der eisigen Kälte, dem nicht grade so tollen Essen und dem Warten auf das Aussteigen, standen wir dann irgendwann, mittlerweile ohne jegliches Zeitgefühl, am Brisbane Airport. Dort gingen wir wie in Trance durch das ganze Prozedere und flogen dann kurze Zeit später weiter nach Auckland. Nach knapp drei Stunden gingen wir in den Landeanflug und waren von der Aussicht begeistert. Die Landebahn war recht klein und fast ganz von hellbauem Wasser umgeben. Da wir leider jedes Mal Plätze direkt in der Mitte hatten und die Flieger voll waren, konnten/wollten wir gar keine Bilder machen. Die letzte Sicherheitskontrolle brachten wir dann auch noch hinter uns. Wir mussten im Flieger eine sogenannte Arrival Card ausfüllen, um sicherzugehen, was wir alles so Bedenkliches dabeihaben könnten. Man müsste z.B. jedes Nahrungsmittel deklarieren.. So wanderten vorher einiges an Schokolade und Sacks, was man so dabeihat, in die Tonne. Ich war dann auch nicht verwundert, als die security lady mich fragte: 'Can I have a look at your boots, please?'. Musste ich nämlich auch angeben, dass ich benutzte Schuhe dabeihatte. 'Oh, great, you cleaned them, good job. You can repack your luggage.' Weil das ja auch so einfach ist. Ich verbrachte nochmal fünf Minuten mit Stopfen. Das ist nunmal wie Tetris, auch wenn theoretisch noch genug Platz in meinem Rucksack war. 

Mittlerweile mehr aufgeregt als müde wurden wir dann von Mitarbeitern von IEP, der Partnerorganisation von AIFS, am Flughafen abgeholt. Eine halbe Stunde fuhren wir in die Stadt, vorbei an für den Laien subtropischer Vegetation, vielen Palmenarten und kleinen schnuckeligen einheimischen Geschäften. Das Klima ist dazu allgemein ein wenig schwüler als bei uns.
Am Mittwoch Nachmittag kamen wir schließlich im YHA International in Auckland City an und bezogen unser Viererzimmer zusammen mit Alissa und Wiebke, die wir schon seit dem Flug kannten. Wir gingen noch zusammen die Queenstreet runter, kauften uns was zum Essen und machten uns in der Gemeinschaftsküche unser Dinner. So endete der längste Tag meines Lebens. 48 Stunden war er lang. Die zwei Stunden Halbschlaf im Flugzeug zählen höchstens als kleines Mittagsschläfchen..
Der Jetlag hielt sich glücklicherweise die ganze folgende Woche in Grenzen und so konnten wir auch schon nur halbwegs müde gleich am nächsten Morgen, Donnerstag den 7.11., im IEP-Büro in Auckland sein, um uns den Workshop zum Work New Zealand anzuhören. Wir bekamen viele Infos, Material und uns wurde bei der Beantragung der Steuernummer geholfen, ohne die wir nicht arbeiten dürfen. Da wir schon unser aus Deutschland beantragtes Work Visa auch in den Pass gestempelt bekommen hatten, war soweit alles okay und jetzt warten wir noch auf unsere Steuernummer und müssen später noch ein Bankkonto eröffnen, bis wir uns Jobs suchen dürfen.
Wir waren drei vorgebuchte Tage im Hostel und hatten eine nette Zeit mit Alissa und Wiebke. Viel Freizeit war dennoch nicht, da wir so viel zu erledigen hatten. Da reicht es schon, wenn man sein Handy mit neuseeländischer Sim und einer Prepaid-Karte ans Laufen bekommen möchte, sodass man einen Nachmittag beschäftigt ist. Deswegen bin ich leider noch nicht eher zum Bloggen gekommen. Es entspannt sich aber hoffentlich im Laufe der Zeit, sobald wir uns besser zurechtfinden.

Donnerstag Abend kümmerten Marie und ich uns um unser Wwoofing-Profil. (Wwoof = World-Wide Opportunities on Organic Farms). Über die Website können wir damit mit Hosts in Kontakt treten, die uns für 4-6 Stunden Arbeit am Tag Kost und Logis zur Verfüng stellen. Das ist einmal toll, weil man richtig in das neuseeländische Leben eintauchen kann, man lernt Land und Leute wirklich kennen, spricht viel Englisch. Dazu kommt dann noch ein für uns wichtiger Faktor, dass man in der Zeit, die man mit Wwoofing verbringt, fast gar kein Geld ausgibt. Da wir noch keinen Job suchen können, dachten wir, dass es gerade jetzt am Anfang schon eine super Alternative wäre. Leider ist es sehr schwer genommen zu werden, gerade eben auch am Anfang des Sommers, wo alle neuen Wwoofer in der Region um Auckland sind und die meisten um die 200 Leute anschreiben müssen, um einen Platz zu finden. Wir hatten aber sehr viel Glück. Donnerstag Abend waren wir nicht mehr dazu gekommen, überhaupt wen zu suchen und schon am nächsten Morgen hatten wir eine Mail von einer ganz lieben Familie 20 Minuten von Auckland entfernt. Wir freuten uns, dass wir keine extra Nacht mehr im Hostel buchen mussten und gleich am nächsten Tag den Bus nach Albany nehmen konnten. Hier sind wir jetzt immernoch, reisen aber morgen früh ab. Es werden noch ganz viele Bilder folgen. Nicht aus Auckland erstmal, weil wir da Regenwetter und keine Zeit hatten, aber dafür von hier und von dort, wo wir jetzt hinfahren. Man darf gespannt bleiben. :)


Kommentare:

  1. Hey Sarah,

    coole Sache das mit Neuseeland, hope you will enjoy it! Ich hoffe du wirst ganz viel Spaß haben und viele goßartige neue Erfahungen machen, und ich muss zugeben, ich bin gerade echt ziemlich neidisch! Hier in Augsburg wird es immer grauer und kälter und der Winter steht nun echt vor der Tür, da ist der neuseeländische Sommer schon eine deutlich bessere Alternative! Gewwooft habe ich auch in Australien, und das ist echt eine schöne Möglichkeit, ich hoffe ihr findet gute hosts!

    Na dann, leb dich gut ein am anderen Ende der Welt, ich bin schon sehr gespannt auf zuünftige Posts von deinem Blog! Beste Grüße aus good old Europe, Fabian. :)

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  2. Hallo Ihr Zwei,
    die Anreise scheint ja wirklich anstrengend gewesen zu sein. Dabei sieht das auf Google-Maps gar nicht so weit entfernt aus (ich habe nämlich gerade mal geschaut wo Ihr Euch überhaupt so ungefähr herum treibt. Ok, ich musste schon die ganze Erdkugel im mein Browser-Fenster quetschen :) ) Ich freue mich schon auf ganz viele Bilder. Viel Spaß, Frank

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Merci ♥