Sunrise at Cathedral Cove

Mittwoch, 4. Dezember 2013


Nun dachten wir Sonntagabend an die Abreise am Morgen und planten noch das Letzte. Mehr hatten wir nun eigentlich auch nicht vorgehabt. Dann trafen wir die Niederländerin Hedwig, unterhielten uns gut und erfuhren, dass sie den Sonnenaufgang wohl am nächsten Morgen gerne an der Cathedral Cove sehen wollte. Ihre nächste Frage kam darauf nicht überraschend, ob wir denn gern mitkommen würden. Marie und ich schauten uns an. Wir waren bereits vertraut mit dem Thema, da es so ziemlich die erste Frage war, die wir an dem Nachmittag hörten, als wir ankamen. Zwei Kanadierinnen in unserem Zimmer hatten uns da ihr Vorhaben geschildert, um halb sechs aufzustehen und zur Cathedral Cove zu wandern. Darauf bekamen sie von Marie und mir vorerst nur ein synchron und entschlossen liebevolles 'Omg, you are crazy.' Damit war das Thema für uns vorerst vom Tisch.
Nun waren wir am Sonntag Abend immernoch so müde wie an dem Tag, an dem wir ankamen. Und rangen uns dann doch zu einem kleinlauten 'now or never' durch. 
Nach sechs Stunden Schlaf standen wir schließlich an unserem letzten Morgen in Hahei um 4:30 Uhr auf, zogen uns warme Sachen und Wanderschuhe an und zogen los. Den ganzen Weg die Straße bergauf und dann weiter nach oben über den Wanderweg. Das ist ganz schön viel bergauf für die Uhrzeit. Aber den ganzen Weg hatten wir schon eine tolle Aussicht auf den sich langsam verfäbenden Himmel, da wir von Osten kamen und die Cathedral Cove ein wenig Richtung Norden zeigt. 
Um kurz vor sechs waren wir am Strand. Er war bis auf eine weitere Person und uns menschenleer. Und das obwohl so tolles Wetter war. Es ist dann doch etwas, was man nicht so gern freiwillig macht. Wir haben es uns auch nur nochmal überlegt, weil wir von Ortskundigen und den zwei Kanadierinnen gehört haben, dass es unglaulich toll sein soll. Wir bereuten es keine Sekunde. Die Stimmung war so wundervoll. Das wechselnde Licht, das Vogelgezwitscher, die beleuchteten Felsen und der sich spiegelnde Himmel. Die Sonne nicht zu vergessen.





















Wir blieben eine gute Stunde am Strand, machten viele, viele Bilder und begaben uns auf den Rückweg, der glücklicherweise leichter war. Nur müde waren wir, sehr sehr müde. Als wir kurz vor dem Hostel waren, fühlte es sich an, als wenn wir bereits einen ganzen Tag hinter uns hätten. 'Schöner Tag, jetzt freue ich mich auf mein Bett.' 
Nun war es aber gerade einmal kurz nach acht und wir mussten vor zehn Uhr auschecken. Wir frühstückten ein zweites Mal und packten unsere restlichen Sachen. Weil wir wussten, wo alles war, machten wir gleich unsere Betten frisch, auch wenn wir an dem Tag nicht mehr hätten arbeiten müssen. Nur hatten sie für uns noch keinen Ersatz und wir wollten fragen, ob wir noch ein wenig helfen können. Lieb wie wir sind. Begeistert waren wir dann nicht, als uns die Chefin schließlich sagte, wir könnten dann doch bitte heute bis um viertel nach elf arbeiten. Direkt bis wir zum Bus mussten. Ach was, klar können wir das. Aber sowas vorauszusetzen geht in meinen Augen gar nicht. Wir waren an dem Tag keine 'Angestellten' mehr sondern freiwillige Helfer. Wir hätten es sowieso in der nächsten Sekunde angeboten, beschwerten uns deshalb nicht und machten es dann nur den anderen zuliebe, die sonst hätten ein wenig mehr arbeiten müssen. 
Ungeachtet dessen ging es uns körperlich gar nicht gut den Morgen nachdem wir wieder im Hostel waren. Es war insgesamt mein schlechtester Tag seit ich hier bin. Im Bus nach Tauranga fühlte ich mich furchtbar und es ging mir erst ein wenig besser, als ich zwei Stunden geschlafen hatte. Nie aus- bzw. durchzuschlafen ist eben so ein typisches Backpackerproblem. Mit der Zeit läppert sich das dann doch mal, was das Befinden angeht.

Kommentare:

  1. Mal wieder wunderschöne Bilder Sarah! Na dann, schlaf mal zur Abwechslung ein wenig sollte es sich in nächster Zeit ergeben und viel Spaß weiterhin. Ich freue mich schon jedesmal wenn ich sehe, dass du etwas neues gepostet hast weil die Bilder einfach einzigartig schön sind und man dank der Texte einen guten Einblick bekommt, was man so treibt as backpacker in Neuseeland.

    Na dann, Grüße aus der Unibib in Augsburg (ja, eigentlich bin ich hier um ein Essay zu schreiben, klappt super wie du liest;-)!

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Sarah,

    das frühe Aufstehen hat sich in jedem Fall gelohnt. Die Fotos sind wirklich atemberaubend schön.

    Liebe Grüße, Daniel

    AntwortenLöschen

Merci ♥