Taupo // Huka Falls and Hot Stream

Donnerstag, 19. Dezember 2013

In Taupo buchten wir zwei Nächte im YHA. Die Stadt liegt eine Stunde südlich von Rotorua, das Wetter blieb leider weiterhin schlecht. Wir kamen morgens an, mussten unser Gepäck deshalb noch etwas wegschließen lassen und machten es uns in der Lounge bequem. Auch später am Tag hatten wir herzlich wenig Lust, noch großartig etwas zu machen. Es regnete wie aus Eimern.
Am späten Nachmittag kamen die zwei anderen Mädels aus unserem Zimmer hereingestürmt. Sie waren fix und fertig von einer stundenlange Wanderung. Sie meinten, sie seien bei den Huka Falls gewesen und hätten sich verlaufen. Sie suchten ewig nach dem auf der Karte eingezeichneten Weg, konnten ihn aber nicht finden, weil es ihn nicht gab. Marie und ich waren nicht überrascht. Wir haben mit derselben Karte ein paar Stunden zuvor schier das YHA nicht gefunden, weil die Straßen nicht übereingestimmt haben. Dabei ging es theoretisch nur geradeaus. 
Unser einziger ganzer Tag in Taupo brach schließlich an und uns fiel langsam die Decke auf den Kopf. Wir konnten schon in Rotorua nicht viel mehr als Regen sehen. Gegen Mittag rafften wir uns schließlich dazu auf, doch noch loszugehen. Wir buchten uns eine Art Taxi und ließen uns zu den Huka Falls chauffieren. Es war unserer Meinung nach zu spät und zu schlechtes Wetter um beide Wege zu laufen. Es regnete während wir die 10 Minuten im Auto saßen. Wir gaben schon die Hoffnung auf, unsere Kameras überhaupt rausholen zu können, da hörte es plötzlich auf zu regnen, als wir an den Falls ankamen.











Wir machten uns schließlich auf den Weg in Richtung Stadt und waren von dem Wanderweg begeistert. Hinter jeder Kurve, in die man bog, sah es total anders aus. Als wir die erste halbe Stunde gingen, merkten wir, wie das Wetter langsam aufklarte. Auf das erste Blau am Himmel, nach gefühlten 20 Tagen, folgten die Jubelschreie. Wir waren so froh, unterwegs zu sein. 
Nach einiger Zeit kündigte fröhliches Gequatsche aus der Ferne den Hot Stream an. Dies ist eine Stelle am Fluss, in die aus einer Quelle heißes Wasser fließt. Da wir unsere Bikinis dabeihatten, zogen wir uns irgendwo im Busch schnell um und genossen das kostenlose Wellnesgefühl. Bei dem Wort 'kostenlos' leuchten die Augen des gemeinen Backpackers nur zu gern. 
Da wir uns dummerweise, ja wirklich dummerweise, nicht eingecremt hatten, mussten wir dann aber schnell weitergehen. Wenn man tagelang unter Regenjacke samt Kaputze durch das Wasser läuft, dann schwindet anscheinend die Hoffnung auf Sonne. Wir haben aber diesmal ausnahmsweise keinen Sonnenbrand davongetragen.










Nun haben wir auf den letzten Metern den falschen Weg gewählt und haben uns ziemlich allein irgendwo auf kleinen Pfaden mitten im Dickicht wiedergefunden. Eine einzige Abzweigung und wir verlaufen uns....hach. Hat uns aber auch ans Ziel geführt, wenn auch etwas umständlich. Das Bild unten erinnert mich an einen Ausschnitt aus dem Film Big Fish..

1 Kommentar:

  1. Das sieht alles so wunderschön dort aus, oh man! :o
    Und zum Thema Big Fish: da hast du total recht, find' ich!

    Liebe Grüße

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