Ferry // North Island to South Island

Freitag, 31. Januar 2014

Nachdem wir Silvester relativ unspektakulär in Wellington verbrachten, ging es Neujahr gleich auf die Fähre in Richtung Picton auf der Südinsel. Wir bezahlten leider viel, weil wir kurzfristig buchen mussten, weil wir ein paar Tage zuvor noch nicht wussten, dass es als nächstes nach Nelson gehen sollte. Wir hatten schließlich erst mit dem Gedanken gespielt, uns in Wellington einen Job zu suchen. Wenn man mehrere Wochen im Voraus weiß, dass man zu einem bestimmten Datum eine Überfahrt macht, kriegt man die Fahrt ca. um die Hälfte billiger. Es gibt derzeit zwei Fährunternehmen, die zwischen Wellington und Picton verkehren, Interislander und Blue Bridge. Wir fuhren mit Interislander, da wir lieber gleich morgens früh fahren wollten, sodass wir unseren Anschlussbus am selben Tag nach Nelson bekommen würden. Sonst hätten wir noch für eine Nacht ein Hostel in Picton zahlen müssen.
So fanden wir uns um 7 Uhr im Bus zum Hafen wieder. Wir gaben unser Gepäck auf und schauten uns das Schiff an. Ziemlich groß war es. Mehrere Decks boten Lounges, Sitzmöglichkeiten mit Tischen und Cafes. Innen sah es so aus wie in einem riesigen Cafe, viele Tische entlang der großen Fenster, nur dass man natürlich nichts bestellen musste. Uns gefiel es draußen erstmal besser. Es wurde nur sehr kalt und windig, aber wir waren gut eingepackt. Wir warteten eine Stunde bis es um 8 losging, machten viele Bilder und genossen die Seeluft. Nach einer weiteren guten Stunde, als wir mitten auf dem Meer waren, sofern man das bei einer kleinen Überfahrt so nennen kann, wollten wir uns drinnen erstmal ein wenig aufwärmen. Natürlich war fast alles belegt und wir fragten ein älteres Ehepaar, ob wir uns zu ihnen setzten dürfen. Wir unterhielten uns sehr gut mit den beiden Holländern, die schon oft in Neuseeland Urlaub gemacht hatten und schrieben Postkarten. Wobei ich nur so lang schrieb, bis mir schlecht wurde. Draußen regnete es für die zweite Hälfte unserer Fahrt. Die Übelkeit ließ nach, als wir vom offenen Meer hinunterkamen und wir mussten die wunderschöne Landschaft nur aus dem Fenster bestaunen.
Wir fanden unseren Bus und verließen Picton nach ein paar Minuten schon wieder. Uns wurde gesagt, dass man in Picton nicht unbedingt bleiben müsse. Es sei klein aber ganz schön, aber nichts, wo man bleiben müsste. Auf der Rückreise würden wir wahrscheinlich sowieso nochmal dort sein dachten wir uns.
Der erste Stopp des Busses war Blenheim, „die eher hässliche Arbeiterstadt, in die man nur geht, wenn man ganz dringend einen Job braucht“. Ungefähr das haben wir nun schon mehrmals gehört. Gut, dachten wir. Wir können uns auch wo anders etwas suchen. Unser Bus fuhr weiter nach Nelson durch bergige Landschaft. Gegen Nachmittag kamen wir an und machten uns voller Spannung auf den Weg zu unserem neuen Hostel/ Arbeitsplatz. 













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